Teilnahme Fachtagung April 2020
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Fachtagung


„20 Jahre Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung“



am Donnerstag, den 30. April 2020 von 09:30 bis 16:30 Uhr
in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund,
Hiroshimastraße 12 – 16, 10785 Berlin


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Am 6. Juli 2000 wurde das Gesetz zur Ächtung der Gewalt verabschiedet. In zwei Jahrzehnten
ist viel geschehen, um Kindern und Jugendlichen ein gewaltfreies Aufwachsen zu ermöglichen.
Die vielen Anstrengungen von Eltern, von Lehr- und Fachkräften, von der Wissenschaft und
Verantwortlichen in Politik und Zivilgesellschaft sollen und müssen anerkannt werden.

Doch wir sehen, dass auch nach zwanzig Jahren Kinder und Jugendliche körperliche und
seelische Gewalt erfahren und Gewalt in Erziehungsverhältnissen bagatellisiert wird, dass
Kinder und Jugendliche sexuellen Missbrauch erleben, Mobbingerfahrungen machen,
Rassismus und Diskriminierung ausgesetzt sind. Und nicht zuletzt die Möglichkeiten der neuen
Medien, Gewalt anzubahnen und auszuüben, verweist auf einen hohen Diskussions-,
Klärungs- und Handlungsbedarf.

Die historische Bedeutung des Gesetzes zur Ächtung der Gewalt gegen Kinder ist
Ausgangspunkt der Fachtagung. Davon ausgehend sollen insbesondere die nach wie vor
drängenden Herausforderungen bei der Umsetzung des Rechts thematisiert werden.

In der Betrachtung der Langzeitstudie von Prof. Kai Bussmann aus dem Jahr 2010 und den
darauffolgenden Untersuchungen des Kompetenzzentrums Kinderschutz Ulm durch Prof. Dr.
J.M. Fegert (2016 und 2019) sind Rückschlüsse über die gesellschaftliche
Akzeptanz der gewaltfreien Erziehung möglich.

Die Befragung von Kindern und Jugendlichen in der Studie von Sabine Andresen, „Children‘s
Worlds“, hat erstens gezeigt, wie hoch der Anteil an Kindern und Jugendlichen ist, die in der
Schule Gewalt und Ausgrenzung erleben. Zweitens wie wichtig für Kinder und Jugendliche
sichere Räume und vertrauensvolle Beziehungen zuhause und vor allem in Schule und anderen
Einrichtungen sind. Diese Befunde geben aufschlussreiche Informationen,
wie junge Menschen Erwachsene erleben.
Die Fachtagung möchte daher den Raum öffnen für eine gesellschaftliche Diskussion über ein
wirksames Zusammenspiel von Schutz und Recht, von Sorge und Beteiligung, von Sicherheit
und Freiheit für Kinder und Jugendliche.

Dabei stellt sich vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Klima, das durch extreme
Polarisierung, durch Rechtspopulismus und einer Schmähung demokratischer Werte und
Beteiligungsformen vor allem Kinder und Jugendliche in der Konsequenz in
ihren Rechten beschnitten werden.

Wir danken dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Förderung
sowie unseren Kooperationspartnern der Vertretung des Landes NRW im Bund.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
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In der folgenden Abfrage können Sie Ihre Anmeldung zum Fachtag vornehmen.
 

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Für Rückfragen können Sie sich gerne an Sonja Schultheis oder Mandy Grimm wenden, telefonisch
unter 030 214 809 - 0 oder per Email an fachtagung@dksb.de.

 
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Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V., Schöneberger Str. 15, 10963 Berlin